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Zurück zu unseren
drei Tönen am Anfang: Was haben sie innerhalb eines kulturwissenschaftlichen
Diskurses verloren? Lassen Sie uns dazu die Beiträge der einzelnen
musikwissenschaftlichen Stränge abfragen, wenn auch durch die zeitliche
Beschränkung sehr straff zusammengefasst, und die Ergebnisse jeweils in
Beziehung setzen mit dem, was im Bereich der Kulturwissenschaften inhaltlich
und eventuell auch methodisch fokussiert wird.
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Systematische Musikwissenschaft
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Was kann die
Systematische Musikwissenschaft hinsichtlich eines Erkenntniszuwachses in
Bezug auf unsere drei vorgestellten Töne leisten?
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Zum einen zeigt
sie zunächst als ganz grundsätzliche Differenzwahrnehmung, dass diese drei
Töne geformte sonische Gestalten sind, indem sie sie in einer Klanganalyse
als Klänge mit einem harmonischen Obertonspektrum von Geräuschen,
Tongemischen oder auch reinen Sinustönen ohne Oberschwingungen abgrenzen
würde. Zum anderen würde eine Skalenanalyse ergeben, dass die Ton- oder
besser Klangfolge sich innerhalb des ersten Tetrachords einer modalen,
nämlich phrygischen Skala in temperierter Stimmung bewegt. Zum dritten könnte
die Klanggestalt spektrographisch mit ihren Frequenzen erfasst werden, was
dann so aussähe: s.o.
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Nun macht ein
solches Spektrogramm erst im Vergleich Sinn und so können wir die
synthetisierte, im Prinzip kulturell dekonstruierte sonische Struktur des
Melodie-Pattern mit dem Original als Ausschnitt von „Recorded Culture“
vergleichen:
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Ich glaube, schon
hier wird deutlich, was kulturelle Ausformung bedeutet im Hinblick auf
sonische Gestalt. Auch wenn wir noch nicht viel erfahren konnten über die
kulturelle Konstruiertheit des Patterns, so wird doch klar, was der
Unterschied ist zwischen nackter, kontur- und kontextloser Klanggestalt und
kultureller Ausformung, die zu einer Soundtextur oder besser gesagt
klanglichen Kon-Textur führt. Was die Systematische Musikwissenschaft vor
allem in kulturwissenschaftlicher Hinsicht leistet, ist neben dem Schaffen
dieser Differenzwahrnehmung eine Verknüpfung zu naturwissenschaftlichen
Disziplinen, wie der physikalischen Akustik, der Biologie des auditiven
Apparates und der Gehirnforschung in Bezug auf auditive Wahrnehmung. Zur
weiteren Rekonstruktion lassen Sie uns auf die Methoden der historischen
Musikwissenschaft zurückgreifen.
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