Dr. Martina Claus-Bachmann
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Kulturwissenschaftliche Musikologie
Kontextualisierung sonischer Gestalten:
- durch Text
- durch Narrationen, z.B. Mythen
- durch Ritual-Aspekte (sonische, textuelle, kinetische,
  performative Projektion, cultural performance)
- durch Gender-Aspekte
- durch Aspekte der Post-Colonial-Theory
  und der Interkulturalität
- durch Aspekte des kulturellen Gedächtnisses
Gleichzeitig bietet die Chronik auch Ansätze einer Gender-Perspektive. Neben der Einführung einer einflussreichen Religion scheint es auch um den Übergang von matriarchalen Strukturen, repräsentiert durch die machtvolle Magierin, zum Patriarchat zu gehen, repräsentiert durch den fremden Eindringling Vijaya zu gehen.
Das umschaffende Aufgreifen des Mythos im postkolonialen Sri Lanka durch Theater-Komponisten und Pop-Musiker weist auf die immer noch vorhandene kollektive Bindekraft dieses Mythos hin, der in der Lage ist, das präkoloniale Sri Lanka mit dem postkolonialen zu verbinden und damit das tiefsitzende Trauma der Fremdbesetztheit durch Kolonialisten zu lindern.
Im Vergleich mit Ursprungsmythen und –figuren aus anderen Kulturen ergäben sich interkulturelle Vergleichperspektiven, deren Gestalt sich mit den Fragestellungen der Cultural Studies interdisziplinär untersuchen ließe. Man sieht also, wie viele Perspektiven der Cultural Studies in Zusammenhang mit einer harmlos scheinenden, dreitönigen Melodie entwickelt werden können. Sehen wir uns als letzte Variante die Originalversion einer performativen Version des Mythos an mit der sonischen, textuellen und kinetischen Ebene:
s.o.