Modul 7:
Die Wiedergeburt
Bob Marleys, Dschingis Khans und das Erwachen des Planeten - Subkulturelle
Musikformationen in Sri Lanka?
Beispiel-Bands:
Super Dynamite, Avalon und das One-Man-Project NewFrontier

Abb. 13: CD-Cover der Audio-CD zu Modul 7
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Es wird versucht, dem Phänomen auf die Spur zu kommen, weshalb in einem völlig anderen kulturellen Kontext auf Sri Lanka Reggae populär werden konnte und weshalb Metal es schwer hat. Auch Worldmusik
hat keinen leichten Stand. Der Anhang bringt einige Bemerkungen zum
Begriff „Subkultur“. Modul 7
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Erfahrungsaspekt |
Die Wiedergeburt
Bob Marleys, Dschingis Khans und das Erwachen des Planeten – Subkulturelle
Musikformationen in Sri Lanka
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Vorgaben im
Bildungskanon |
Begrifflichkeiten
im kultursystemischen Kontext (hier der Begriff „Subkultur“)*, Funktion
und Sinndeutung subkultureller Formationsbildung, Stellung im gesellschaftlichen
Gesamtsystem |
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Erfahrungsmethode |
Einzel-,
Partnerarbeit |
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Erfahrungsmedien |
Audio-CD,
Printmaterialien, Discman mit Kopfhörer |
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Erfahrungskontrolle |
Selbstkritische
Korrektur der eigenen Produkte, auch: Partnerkorrektur |
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Erfahrungsfixierung |
eigene
Notizen, Artikel, Tabellen, beschreibender Vergleich der CD-Cover |
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Überwiegende
Erfahrungswahrnehmung |
visuell,
auditiv |
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Vorherrschender
Erfahrungsmodus |
Rekonstruktion,
Konstruktion, Dekonstruktion |
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Überwiegende
Erfahrungsverarbeitung |
Reflexiv |
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Erfahrungshinweise |
Mögliche Untersuchungsaufgaben: a) Zum Text und Hintergrund: Markieren Sie die Schlüsselwörter
im Text, die für Sri Lanker die Reggaekultur als eine Parallelwelt
ausweisen könnten. Vergleichen Sie mit einem Lexikon (z.B. Lexikon
Dritte Welt von Diether Nohlen, rororo) die Ausgangssituationen
von Jamaica und Sri Lanka; erstellen Sie eine Tabelle der Gemeinsamkeiten
und Unterschiede. b) Zur Musik: Welche musikalischen Kennzeichen weisen den Song als Reggae
aus? Suchen Sie in der Bibliothek Literatur zum Thema Reggae und stellen
Sie eine Liste der musikbezogenen Parameter zusammen, die Reggae von
anderen Musikstilen abgrenzen. c) Schreiben Sie, wenn Sie möchten einen kleinen Artikel, in dem
Sie die gefundenen Ergebnisse zusammenfassen oder erstellen Sie ein
Unterrichtsmodul zum Thema Reggae in verschiedenen Kulturen. d)
Vergleichen Sie die musikbezogenen Parameter der beiden Songs Burning
Souls und Das Erwachen. Legen Sie eine Übersichtstabelle
an! e) Auf welcher Symbolwelt baut das jeweilige Cover-Layout auf? Welche Botschaften werden transportiert |
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Mögliche
Erfahrungsvertiefung |
Ethnomusikologisch,
musikwissenschaftlich: -
Vergleich der subkulturellen Formationsstruktur mit der anderer Gesellschaften,
z. B. Indiens, Indonesiens, Malaysias usw. -
Anlegen einer globalen Makrotabelle im Hinblick auf die Subkulturen
Reggae oder Metal -
Studie zum Begriff bzw. Thema „Worldmusic“ |
*Terminologische Diskursgrundlage zu Erfahrungsmodul 7 – Bemerkungen zum Begriff „Subkultur“
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Trotz
der Debatte um diesen Begriff erscheint eine Wiederaufnahme aus folgenden
Gründen gerechtfertigt: - Subkulturelle
Systeme werden, wie Jan Assmann bemerkt, nicht gegen ein kulturloses
Chaos ausgebildet und aufrecht erhalten, sondern gegen eine dominierende
Kultur (Assman, J. 1992: 154), in diesem Fall gegen die europäische
Opus-Musikkultur mit hegemonialem Machtanspruch. - Während
der Entstehungsphase ist eine Subkultur geprägt von einer Art subversiver Ausstrahlung, einem mystifizierenden
„underground-feeling“ und auch durch eine Sub-Ordination durch die dominante Kultur, medien- und moralbezogene Strategien der Marginalisierung
der Anhänger. - Das holistisch-systemische
Konzept verwirft den Begriff „Teil“-Kultur, der von einem anderen Kulturbegriff
ausgeht, der sich auf „Gesellschaft“ als übergeordnete Bezugsgröße
bezieht. - Der Begriff
„Gegen“-Kultur betont zu sehr den einen, zwar durchaus wichtigen Gesichtspunkt
der Distinktivität, vernachlässigt aber sämtliche integrativ-funktionalen
Aspekte kultureller Systeme, ist also nicht umfassend genug. - Der Begriff
„Jugend“-Kultur mag statistisch die Altersstruktur der Bezugsgruppe
von Subkulturen repräsentieren, doch ist das Konzept von „Jugend“
im postmodernen Diskurs ebenso brüchig geworden und hat Wandlungserscheinungen
durchgemacht wie die Vorstellung von „Kultur“ oder auch „Identität“. - In der
englischsprachigen Literatur wird der Begriff sehr selbstverständlich
verwendet; immerhin wurden hier bereits in den 70er Jahren wichtige
Untersuchungen und Detailanalysen von Subkulturen veröffentlicht,
z. B. von Dick Hebdige, 1979 Subculture
- The Meaning of Style. - Bleibt
zu erwähnen, dass der Begriff
„Sub“-Kultur ebenfalls nur einen Teilaspekt anspricht, da er nur für
die Entstehungsphase eines kulturellen Systems gelten kann. Denn während
der dynamischen Prozesse, denen kulturelle Systeme unterliegen, kann
es durchaus zu einem Verlassen des subordinierten Status einer Kultur
kommen, wie es sich z. B. zahlenmäßig bei der Techno-Kultur
und im globalen Überblick auch bei der Hip Hop-Kultur abzeichnet;
beide Systeme befinden sich nicht mehr in ihrer Entstehungsphase und
können aufgurnd ihrer erfolgreichen Stabilisierungsbemühungen,
ihrer Marktpräsenz, Verbreitungsvielfalt und Akzeptanz nicht mehr
als marginalisierte Kulturen betrachtet werden. Festzuhalten ist also, dass es keinen völlig zufriedenstellenden Begriff für die hier zugrunde gelegten kulturellen Systeme gibt, die distinktive Bezugsflächen für Jugendliche (aber nicht nur für diese) bieten und sich im gesellschaftlichen Gefüge einer Nation in Abgrenzung zu Dominanz-, Minoritäts- und Regional-Kulturen Präsenz geschaffen haben. |